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Training für den Ernstfall - Rescue training.

Rescue Action in Gondo



October 14, 2000 I was asked to help with my dog Cresta to find people buried under debris, after rocks and mud tore through the Alpine village of Gondo.

Cresta is a well trained rescue dog, but this was the first time she had to work under real circumstances. She worked very hard, and soon she found the first bodies buried under the mud, but we were very sorry that we did not find any survivors.

Cresta was not at all distracted by the other rescue teams, nor by helicopters, engine noise of heavy equipment and the heavy rain.

Rettungseinsatz in Gondo

Am Samstag, 14. Oktober 2000 bekam ich um 14 Uhr per Telefon das Aufgebot, um mit meiner Appenzellerhündin Cresta in einem verschütteten Dorf im Wallis nach Vermissten zu suchen. Beim Warten auf unsere Equipe in Kandersteg vernahm ich näheres über das grosse Unglück in Gondo.

Bald trafen die andern ein, und wir machten uns auf den Weg zum Helikopterplatz in Raron. Wir informierten uns weiter übers Radio, und in Raron angekommen, vernahmen wir, dass wegen dem schlechten Wetter nicht geflogen werden konnte.

Am Sonntag Nachmittag war es dann soweit, wir wurden nach Gondo gebracht. Unsere Walliser Kolleginnen berichteten von ihren Erfahrungen des Vortags, wir bekamen unseren Schadenplatz zugeteilt und begannen mit unseren Hunden zu suchen. Cresta verhielt sich beim Suchen am Anfang ganz anders als ich es von ihr gewohnt war.

Es war für mich schwierig, ihre Körpersprache und Signale zu lesen, und ich war um die Hilfe einer sehr erfahrenen Hundeführerin sehr dankbar. Jetzt, im nachhinein, ist mir alles klar und ich weiss, dass Cresta auch im Einsatz unter wirklich schwierigen Bedingungen gut und unermüdlich arbeitet.

Cresta musste sich auf die neue Situation im Einsatz einstellen, und bald hat sie auch Leichen angezeigt. Leider gab es keine Überlebenden. Durch das Landen des Helikopters, den Lärm der Baumaschinen, die sintflutartigen Regenfälle und die vielen Helfer auf dem Platz liess sie sich bei ihrer Arbeit nicht gross stören.

Ein einziges Mal ist Cresta erschrocken, als sie plötzlich bis zum Bauch im Schlamm einsank. Sie rettete sich in die Trümmer und weiter ging's mit Suchen. Ich weiss ja über das enorme Riechvermögen der Hunde, doch in Gondo staunte ich erneut: Hundert Helfer sind auf dem Platz, und die Hunde riechen durch den meterdicken Schlamm, dass da noch ein Verschütteter liegt!

Für mich war es mein erster Einsatz und eine eindrückliche Erfahrung. Der Zusammenhalt der Equipe und das Besprechen des Erlebten in der Gruppe hat gut getan. Es hat mir gezeigt, wie gut die Strukturen von Redog (Schweizerischer Verein für Katastrophenhunde) aufgebaut sind wie auch die Zusammenarbeit mit den übrigen Rettungstruppen.

Die Dankbarkeit der betroffenen Bevölkerung und die Wirksamkeit unserer Hunde hat mich überzeugt, bei Redog weiterzumachen, wenn möglich auch mit Crestas Nachfolgerin.

Zu Hause angekommen, ging ich zwei Stunden schlafen. Beim Aufstehen kam Cresta und fragte: "So, gehen wir wieder?" Der Einsatz scheint ihr sehr gefallen zu haben. Auch ich bin gerne bereit, an weiteren Einsätzen teilzunehmen und mein bestes zu geben.
Im Moment sind keine Würfe geplant - Currently no litters planned
Appenzeller Sennenhunde "Vom Sunnestärn", SKG/FCI
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