|
















|
|
Appenzeller
Dogs love to work with cattles.
|
|
The
Saver of the Cattle
February 2nd, 1963 the big spring tides put large parts of Holland
under water. On the island of Schouwen lived burgomastet A.v.
Citters and his Appenzellers whom he had brought back from Switzerland
where he had taken refuge during the war.
At dawn a farmer was standing on the dike looking sadly at his
flooded home. Beside him his Blass was shaking the cold water
out of his fur. Suddenly the dog barked twice, staring in the
direction of the farm. "Yes, there!", the farmer said. There
in the deep water were standing his heavy cows and also the
cows of two neighbors.
The farmer called them, the cows lowed, but the barking Blass
swam quickly, as if he were a seal, toward the cows. The pleasure
for driving was still strong in his blood. The water didn't
hold him back, but the cows didn't move.
The Blass got angry, circled around them, and held up his muzzle
to bark. When all that didn't help, he began to bite at the
cows. That worked. The cows began to trot through the ice cold
water in the direction of the dike. After the first cow was
standing on the dike, the others saw that the water was shallower
there and followed by and by.
But the calves, who could hardly hold their heads above the
water, were still left to be saved. Their eyes were wide with
fear. The poor animals always got stuck in the fences, but Blass
knew where the gaps were. He puffed and pushed and barked until
the whole herd was standing on the dike, 45 cattle in all.
Other farmers asked for the dog to help. Again and again he
gave his best to save many more cattle.
|
|
Der
Retter der Kühe
Am 2. Februar 1963 setzten in Holland Springfluten grosse Teile
des Landes unter Wasser. Auf der Insel Schouwen gab es einige
Appenzeller Sennenhunde, die der Bürgermeister A. v. Citters,
der während des Krieges als Flüchtling im Toggenburg
geweilt war, von dort mitgebracht hatte.
Im Morgengrauen stand ein Bauer auf dem Dammweg und blickte traurig
über sein überschwemmtes Heimwesen. Neben ihm schüttelte
sein Bläss das kalte Wasser aus dem Fell. Mit einem Male
bellte der Hund kurz. Unverwandt blickte er in die Richtung des
Heimwesens. "Ja, dort!", sagte der Bauer. Richtig, dort standen
seine schweren Kühe und auch die Kühe zweier Nachbarn
im tiefen Wasser.
Der Bauer rief, die Kühe muhten, der Bläss aber bellte
und schwamm dann so flink, als wäre er ein Seehund, zu den
Kühen hin. Die Freude, zu treiben, steckte ihm im Blut. Daran
sollte ihn auch das Wasser nicht hindern. Aber die Kühe wichen
nicht vom Fleck.
Wütend umkreiste sie der Bläss, hob die Schnauze, um
zu bellen, und als alles nichts helfen wollte, begann er zu beissen.
Das wirkte. Nun trotteten die Kühe durch die eiskalte Flut
auf den Dammweg zu. Als die erste oben stand und die nächsten
sahen, dass dort das Wasser merklich niederer war, folgten sie
allmählich.
Noch waren aber die Kälber zu retten, die kaum mehr den Kopf
aus dem Wasser zu heben vermochten. Die Angst starrte ihnen aus
den grossen Augen. Die armen Tiere verfingen sich immer wieder
in den Zaunwinkeln. Der Bläss wusste aber, wo die Lücken
der überschwemmten Zäune waren. So pustete und stiess
und bellte er, bis die ganze Herde auf dem rettenden Damm stand.
Es waren 45 Haupt Vieh.
Tags darauf baten andere Bauern um den Hund. Und wiederum gab
er sein Bestes, um noch manche Kuh zu retten.
(Überliefert von Georg Thürer)
|
 |
 |
 |
|